Projects / Projekte

 

Most of our research is conducted within the resources of the research group “Health and Longevity” at the Vienna Institute of Demography of the Austrian Academy of Sciences. These resources are supplemented by externally funded projects which are presented at this webpage.

 

Unsere Forschung erfolgt im Wesentlichen mit Mitteln der Forschungsgruppe “Gesundheit und Langlebigkeit” des Instituts für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Vienna Institute of Demography). Zusätzliche Ressourcen stammen aus Drittmittelprojekten, die auf dieser Webseite dargestellt werden.

 

 

Name: Ora et labora—Eine gesundheitssoziologische Studie über die Auswirkungen der längeren Lebensarbeitszeit von Ordensleuten in Wien auf deren Gesundheit und Lebensqualität  

Acronym:

Funding: Stadt Wien, Magistratsabteilung 7

Researchers: Desiree Krivanek, Marc Luy

Duration: 2016—2017

 

The absolute and relative increase of retired people entails increasing pressure on the social security systems. Policymakers intend to reduce this burden by increasing the statutory pension age. This study investigates the effects of a longer working life time on health and life quality of order members to better assess the consequence of such a political measure. The study belongs to the Cloister Study subproject AGAS. Further information about the project and the findings can be found at the AGAS website (see link below).

 

[AGAS project website]

 

Der absolute und relative Anstieg pensionierter Menschen übt zunehmend Druck auf die sozialen Sicherungssysteme aus. Der von der Politik primär verfolgte Ansatz besteht darin, das gesetzliche Pensionsantrittsalter anzuheben. Zur besseren Einschätzung der Folgen einer verlängerten Lebensarbeitszeit untersucht die Studie die Auswirkungen des über das klassische Pensionsalter hinausgehende Arbeitsleben der Ordensleute auf deren Gesundheit und Lebensqualität. Weitere Informationen zu diesem Projekt und den Studienergebnissen können auf der AGAS-Webseite gefunden werden (siehe oben stehenden Link).

 

 

Name: The male-female health-mortality paradox

Acronym: HEMOX

Funding: European Research Council (ERC Starting Grant Agreement No. 262663)

Researchers: Catherine E. Bowen, Paola Di Giulio, Ina Jaschinski, Desiree Krivanek, Anja Marcher, Christian Wegner-Siegmundt, Angela Wiedemann, Marc Luy

Duration: 20112016

 

From the 1960s to the 1980s a common wisdom about differences between males and females in health and mortality emerged which was summarised by the well-known phrase “women are sicker, but men die quicker”. Recently this wisdom has been increasingly questioned. Nevertheless, the general idea of a paradoxical relationship between health and mortality among women and men persists until today. The purpose of this project is to decisively advance the understanding of the paradox by demonstrating that the reverse relationship between sex on the one side and health and mortality on the other is not as paradoxical as it seems. We hypothesise that two factors are mainly responsible for causing this intuitive contradiction. First, the overall reversal in sex morbidity and sex mortality differentials occurs because conditions that figure importantly in morbidity are not very important in mortality, and vice versa. Second, it is very likely that longevity is directly related to the absolute number of life years in ill health. Thus, women show higher morbidity rates not because they are female but because they are the sex with higher life expectancy. In this project we will test these hypotheses in a “natural experiment” by analysing the relationship between health and mortality among Catholic nuns and monks from Austria and Germany in comparison to women and men of the general population by means of a multi-wave health survey. Using demographic, epidemiologic and psychological methods, this study will analyse and explain the differences in health and mortality between (1) nuns and women of the general population, (2) monks and men of the general population, and (3) nuns and monks in comparison to those found between women and men of the general population.

 

[HEMOX Project Website]

 

Zwischen den 1960er und 1970er Jahren hat sich eine allgemeine Sichtweise über die Geschlechterunterschiede in Gesundheit und Sterblichkeit entwickelt, die in dem bekannten Satz “Women are sicker, but men die quicker” zusammengefasst wurde. In jüngster Zeit wurde diese Sichtweise zunehmend in Frage gestellt. Nichtsdestotrotz hat sich die Vorstellung eines paradoxen Verhältnisses zwischen der Morbidität und Mortalität von Frauen und Männern bis heute erhalten. Dieses Projekt versucht entscheidende neue Erkenntnisse zum Verständnis dieses Paradoxons zu gewinnen, wobei dargestellt werden soll, dass die umgekehrte Beziehung zwischen Gesundheit und Sterblichkeit auf der einen und zwischen den Geschlechtern auf der anderen Seite letztlich nicht so paradox ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Wir gehen bei unserer Studie davon aus, dass dieser intuitive Widerspruch vor allem durch zwei Faktoren verursacht wird. Zum einen sind die Umstände und Faktoren, die eine große Bedeutung für den Gesundheitszustand haben nicht unbedingt auch für die Sterblichkeit entscheidend, was umgekehrt genauso gilt. Zum anderen ist es sehr wahrscheinlich, dass die absolute Anzahl an mit Krankheit(en) verbrachten Lebensjahren direkt mit der Lebensdauer in Verbindung steht. Folglich weisen Frauen eine höhere Morbidität nicht deswegen auf, weil sie kränker sind als Männer, sondern vielmehr weil sie das Geschlecht mit der höheren Lebenserwartung sind. In diesem Projekt testen unsere Hypothesen in einem „natürlichen Experiment“ durch eine Analyse des Zusammenhangs von Morbidität und Mortalität bei Ordensfrauen und Ordensmännern aus Deutschland und Österreich im Vergleich zu Frauen und Männern der Allgemeinbevölkerung anhand eines mehrwelligen Gesundheitssurveys. Die Analysen erfolgen unter Verwendung demographischer, epidemiologischer und psychologischer Verfahren mit dem Fokus auf den Unterschieden zwischen (1) Ordensfrauen und Frauen der Allgemeinbevölkerung, (2) Ordensmännern und Männern der Allgemeinbevölkerung und (3) Ordensfrauen und Ordensmännern im Vergleich zu den Geschlechterunterschieden in der Allgemeinbevölkerung.

 

 

Name: Major ageing and gender issues in Europe

Acronym: MAGGIE

Funding: European Commission (FP6-Citizens Project No. 028571)

Researchers: Christian Wegner-Siegmundt, Marc Luy

Duration: 2006—2009

 

The MAGGIE research project has analysed the quality of life among older people, focusing on gender to inform policy development and identify the most vulnerable groups. The results suggest that the main influences on quality of life are health, financial security and family relationships. We found, however, that the impact of these factors is different for men and women. In general, life satisfaction of men is more dependent on home ownership and leisure pursuits, while women rely more on their children. The study also identified three broad distinctions across nations; in German speaking countries older people were generally financially secure, although the gender gap was decidedly wider than in other European countries. In Northern and Western Europe (e.g. France, Belgium, Denmark), the elderly were found to be more oriented towards friends and leisure activities, while elderly people from Southern Europe (e.g. Italy, Greece) were identified as most family oriented. The project involved ten research teams across Europe. Its main sources of data have been the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) and the Generations and Gender Programme (GGP). This has been supplemented with data from the European Community Household Panel (ECHP) and from FP5 predecessor  project 'Future elderly living conditions in Europe' (FELICIE).

 

[Link to MAGGIE Report Summary]

 

Das Projekt MAGGIE analysierte die Lebensqualität älterer Menschen unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede mit dem Ziel, Vorschläge für politische Maßnahmen zu erarbeiten und die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu identifizieren. Die Ergebnisse legten nahe, dass die Lebensqualität der älteren Europäer vor allem durch Gesundheit, finanzielle Sicherheit und familiäre Beziehungen beeinflusst wird. Es zeigte sich allerdings, dass sich der Einfluss dieser Faktoren bei Frauen und Männern unterschiedlich darstellt. Im Allgemeinen steht die Lebenszufriedenheit der Männer mehr mit Wohneigentum und Freizeitbeschäftigung in Zusammenhang, während für Frauen vor allem ihre Kinder von großer Bedeutung sind. Die Studie konnte auch drei geographische Besonderheiten aufzeigen: in deutschsprachigen Ländern sind die älteren Menschen im Allgemeinen finanziell abgesichert, obwohl die Geschlechterdifferenz hier deutlich größer ist als in anderen europäischen Ländern. Im nördlichen und westlichen Europa (z.B. Frankreich, Belgien, Dänemark) zeigten sich die Älteren stärker in Richtung Freundschaften und Freizeitbeschäftigung orientiert, während ältere Menschen aus Südeuropa (z.B. Italien oder Griechenland) sich besonders familienorientiert zeigen. An dem Projekt waren insgesamt zehn Forscherteams aus Europa beteiligt. Die wichtigsten Datenquellen waren der Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) und das Generations and Gender Programme (GGP). Diese wurden ergänzt mit Daten aus dem European Community Household Panel (ECHP) und dem FP5-Vorgängerprojekt 'Future elderly living conditions in Europe' (FELICIE).

 

 

Name: Sex-specific variations in studies on differential mortality 

Acronym:

Funding: Max Planck International Research Network on Aging (MaxnetAging)

Researchers: Katrin Gast, Marc Luy

Duration: 2006—2008

 

In this project we analyzed gender differences in mortality in empirical mortality studies which did not focus on the differences between women and men, but which separated the analysis by sex. The basic idea of this study was based on the approach of meta-analyses. By using empirical results of older studies for analyzing a phenomenon that has not been researched in these studies, this project introduced an innovative variant of the classical meta-analysis which we referred to as “serendipity based meta-analysis”. In addition to the quantitative summary of many results we analyzed also whether and how different kinds of mortality differentials (e.g. mortality by education, income or regional units) vary between women and men. The results of this project led to the formulation of the “risk group hypothesis” to explain male excess mortality and have been published in the journal Gerontology (see link below).

 

[Link to publication in Gerontology]

 

In diesem Forschungsprojekt analysierten wir die geschlechtsspezifischen Sterblichkeitsdifferenzen in empirischen Mortalitätsstudien, die sich nicht mit den Unterschieden zwischen Frauen und Männern befassten, deren Analysen aber nach dem Geschlecht getrennt durchgeführt wurden. Die Grundidee dieser Studie war dem Ansatz der Meta-Analysen entnommen. Durch die Nutzung empirischer Ergebnisse älterer Studien für die quantitative Analyse einer anderen, in diesen Studien nicht bearbeiteten Fragestellung, entwickelte dieses Forschungsprojekt eine innovative Variante der klassischen Meta-Analyse, die wir als „Serendipitäts-basierte Meta-Analyse“ bezeichneten. Neben der quantitativen Zusammenfassung zahlreicher Studienergebnisse stand in diesem Forschungsprojekt vor allem die Frage im Mittelpunkt, ob und wie sich die in verschiedensten Aspekten differentieller Sterblichkeit (z. B. Sterblichkeit nach Bildung, Einkommen oder regionalen Einheiten) beschriebenen Variationen geschlechtsspezifisch unterscheiden. Die Ergebnisse des Projekts führten zur Formulierung der „Risikogruppen-Hypothese“ zur Erklärung der männlichen Übersterblichkeit und wurden in der Fachzeitschrift Gerontology publiziert (siehe oben stehenden Link).

 

 

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 Determinants of Longevity and Ageing in Good Health (DELAG)

 

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